Kirche der Sieben Schmerzen Mariens – Neue Kirche in Komiža

Die Kirche der Sieben Schmerzen Mariens befindet sich im alten Teil von Komiža, nur wenige Schritte vom Kaštel Komuna und der Uferpromenade entfernt. Die Komižaner kennen sie auch als Neue Kirche, da sie die jüngste unter den historischen Kirchen des Ortes ist. Sie wurde 1759 auf Anregung des Komiža-Pfarrers und Schriftstellers Mihovila Milinkovića erbaut, unterstützt durch finanzielle Beiträge der Einwohner.

Die Kirche liegt zwischen alten Steinhäusern, am heutigen Platz der Sieben Schmerzen Mariens, und lässt sich leicht in einen Spaziergang durch die historische Altstadt von Komiža einfügen. Aufgrund der dichten Bebauung um sie herum konnte sie nicht wie die meisten älteren Kirchen auf Vis ausgerichtet werden, sondern ihre Lage wurde den bestehenden Straßen und Häusern angepasst.

Auf den ersten Blick wirkt sie einfach, doch es lohnt sich, vor der Fassade innezuhalten. Über ihr befindet sich ein spätbarocker Glockenturm, während in der Kirche ein kleiner gotischer Taufstein aufbewahrt wird, der älter ist als das Gebäude selbst und von dem angenommen wird, dass er aus der Kirche St. Nikolaus – Muster stammt. Auf dem kleinen Marmoraltaar befindet sich ein Bild der Schmerzhaften Jungfrau, und im Inneren sind auch Bilder des heiligen Hieronymus sowie der Gottesmutter mit Kind und Heiligen zu finden.

Der Grund für den Bau der Kirche war sehr praktisch. In diesem Teil von Komiža gab es damals keine Kirche in unmittelbarer Nähe, und die neue Kirche sollte es ermöglichen, die Kommunion schneller zu den Kranken und Sterbenden zu bringen. Dies wird auch durch die lateinische Inschrift an der Fassade belegt. Im Gegensatz zu vielen kleineren historischen Kirchen, die nur zu besonderen Anlässen geöffnet sind, dient die Kirche der Sieben Schmerzen Mariens auch heute noch für regelmäßige kirchliche Zeremonien.

Für einen Besuch ist kein spezieller Ausflug oder Auto erforderlich. Die Kirche befindet sich im Herzen des alten Komiža und lässt sich am besten zu Fuß während eines Spaziergangs von der Uferpromenade in Richtung Komuna und den umliegenden alten Straßen erreichen. Der kleine Platz vor der Kirche ist ebenfalls Teil des Lebens des Ortes – im Laufe des Jahres finden hier kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Programme wie die Komiža-Veranstaltung zu Ehren des Dichters Jakša Fiamengo statt.