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Nerežišća liegt im zentralen Teil von Brač, etwa 9 Kilometer südlich von Supetar, an der Kreuzung von Straßen, die die nördliche und südliche Seite der Insel verbinden. Aufgrund dieser Lage war der Ort über Jahrhunderte hinweg ein administratives, handels- und wirtschaftliches Zentrum von Brač. Vor der Entwicklung des Tourismus in Bol und Supetar waren Nerežišća eines der wichtigsten Orte auf der Insel.
Der Ort begann sich bereits im Mittelalter zu entwickeln, als die Bewohner aufgrund von Piratenangriffen allmählich die Küste verließen und Siedlungen im Landesinneren der Insel errichteten. Daher wirken die alten Häuser in Nerežišća geschlossener und dichter als in den Küstenorten. Die steinernen Straßen, kleinen Höfe und engen Gassen wurden so gebaut, dass sie vor Wind, Sonne und möglichen Angriffen vom Meer schützen.
Heute ist der alte Kern von Nerežišća eines der am besten erhaltenen historischen Siedlungen im Landesinneren von Brač. Im Ort befinden sich alte Paläste von brachischen Adelsfamilien, steinerne Häuser mit Gewölben und Höfen sowie mehrere Kirchen, die zeigen, wie wichtig der Ort einst war.
Das bekannteste Symbol von Nerežišća ist die kleine Kirche des heiligen Petrus und Paulus, aus deren Dach direkt eine Kiefer wächst. Dieser ungewöhnliche Anblick zieht seit Jahrzehnten Besucher an, da er fast unwirklich erscheint. Die Kiefer wächst aus der steinernen Apsis und ist zu einem der bekanntesten Motive von Brač geworden.
Im Zentrum des Ortes befindet sich auch die Pfarrkirche der Gottesmutter vom Karmel mit einem Glockenturm, der das gesamte Dorf dominiert. Rund um sie befinden sich steinerne Plätze, alte Paläste und enge Gassen, die besonders abends eine ganz andere Atmosphäre haben als die touristischen Orte an der Küste.
Obwohl Nerežišća nicht am Meer liegt, ist gerade die Lage des Ortes einer der größten Vorteile für Besucher. Von hier aus gelangt man relativ schnell zu einigen der bekanntesten südlichen Strände von Brač. Die Straßen führen nach Murvica und zur Südküste zu den Buchten Vela Farska, Smrčeva Luka, Veli Zagradac, Mali Zagradac und Vela Planica. Diese Strände sind bekannt für ihr sehr sauberes Wasser, die Schotterzugänge, die Kiefern und eine viel ruhigere Atmosphäre als rund um Bol und Zlatni rat.
Von Nerežišća aus gelangt man auch schnell zur Vidova Gora, nach Blaca, Donji Humac, Škrip und zu zahlreichen Wander- und Radwegen durch das Landesinnere der Insel. Gerade wegen der zentralen Lage wählen viele Menschen den Ort als Basis, um Brač ohne die täglichen Menschenmengen der größeren Touristenziele zu erkunden.
Der Ort ist auch bekannt für die Tradition der Steinmetzkunst, der Oliven- und Weinbau. In der Umgebung finden sich zahlreiche Trockenmauern, alte Zisternen und steinerne Wege, die durch die Hügel und das Geröll des zentralen Teils der Insel führen.
Im Sommer bleiben Nerežišća viel ruhiger als die Küstenorte, bieten jedoch Restaurants, Konobas, Cafés, Weinbars und mehrere Familienbetriebe. Besonders bekannt ist das Fest der heiligen Margarete, das um den 13. Juli stattfindet, wenn das Zentrum des Ortes mit Musik, Essensständen und Abendveranstaltungen gefüllt ist.
Nerežišća ist kein Ort für einen klassischen Strandurlaub, sondern für Menschen, die ein anderes Brač kennenlernen möchten — alte steinerne Gassen, das Landesinnere der Insel, historische Dörfer und südliche Buchten, die man immer noch durch Geröll und Kiefernwälder erreicht.
Kroatien, Insel Brac, NEREZISCA
überwiegend bewölkt
Windgeschwindigkeit: 4.34 km/h
| Mittwoch, 03.06.26 | 22°C |
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mäßiger Regen |
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leichter Regen |
| Freitag, 05.06.26 | 22°C |
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klarer Himmel |
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überwiegend bewölkt |
| Sonntag, 07.06.26 | 26°C |
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klarer Himmel |
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